Gleichstellung von Islam und Judentum mit dem Christentum

Der Islam gehört zu Deutschland, das Judentum kulturhistorisch ohnehin. Knapp 60% der Deutschen sind christlich – aber 100% aller religiöser Feiertage. Noch dazu variieren die Anteile der Religionen stark nach regionaler Verteilung. Die Einführung eines muslimischen und jüdischen Feiertags für die größten nichtchristlichen Religionen in der Bundesrepublik würde die Kenntnis der Religionen untereinander stärken und ein starkes Zeichen für eine Gleichstellung der Weltreligionen und für kulturelle Vielfalt setzen.

Ebenso sollte das Kirchenrecht auf Religionsgruppen einer gewissen Größe ausgeweitet werden. In Bezug auf den Islam wird immer deren organisatorische Fragmentierung als Gegenargument ins Feld geführt – eine Privilegsvergabe als Anreiz könnte aber auch eine Bündelung beschleunigen. Die Einnahmen der Kirchensteuer könnte dazu führen, dass auch die anderen Religionen sich ähnlich wie Diakonie und Caritas an sozialen Aufgaben wir Kindergärten oder Altenheimen beteiligten.

Kommentare

Ich habe Zweifel, ob dadurch eine Bündelung wirklich erreicht werden könnte. Sie differenzieren zudem nicht, denn die Religiösen Feiertage gibt es natürlich auc, nur sind es keine Gesetzlichen Feiertage. Eine Gleichstellung halte ich für Problematisch, weil es gerade Bewegungen wie Pegida stärken könnte. Statt gesetzlichen Feiertagen für alle bin ich dafür, dass jeder leichter an den entsprechenden Tagen von der Arbeit befreit werden kann und es nicht von oben pauschal geregelt wird.

Deutschland ist ein Einwanderungsland und braucht deshalb auch bei den Feiertagen mehr Flexibilität. Daher kann von oben kaum noch etwas sinnvoll diktiert werden, denn wer welcher Muslim will Weihnachten feiern? Wie wäre es stattdessen mit einem Tag der Vielfalt und Toleranz als Feiertag? Grundsätzlich finde ich es begrüßenswert, dass andere Religionen auch in Deutschland integriert werden sollen, denn es kann nicht sein, dass Moscheen hier von der Türkei und S-A finanziert werden.

Den Religionsunterricht an Schulen abschaffen und stattdessen das Fach "Werte und Normen" für als SchülerInnen verpflichtend machen. Dafür die Vorgaben für diesen Unterricht so gestalten, dass alle hier relevanten Religionen auch vergleichend behandelt werden.

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare werden redaktionell überprüft und freigeschaltet
Mitmachen